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Anbaugebiete

Die deutschen Anbaugebiete

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Rheinhessen

Rheinhessen ist das flächenmässig grösste deutsche Anbaugebiet am Rheinknie bei Mainz, im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms. Ca. 26.200 Hektar Weinbau gliedern sich in 3 Bereiche, 24 Großlagen und 442 Einzellagen. Die Weinqualität profitiert von milden Durchschnittstemperaturen (Taunus und Odenwald schirmen das Gebiet klimatisch ab) und vielfältigen Böden: Löss, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel, Quarzit- und Porphyr-Verwitterungsböden.
 
 
Das Spektrum von verwendeten Rebsorten ist dementsprechend hoch: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Faber, Morio-Muskat, Portugieser, Blauer Spätburgunder, Huxelrebe, Ortega und Siegerrebe sind die meistverwendeten.

Massenweine sind längst nicht mehr das Einzige, was Rheinhessen zu bieten hat. Erstklassige trockene Silvaner ("RS") und Selektionsgewächse, Rieslinge vom Roten Hang bei Nierstein, ausgezeichnete Rotweine aus Ingelheim sowie nach der traditionellen Methode erzeugter Winzersekt gehören zu den neuen Imageträgern aus dem ?Land der 1000 Hügel?. Die rheinhessischen Winzer gelten als experimentierfreudig: Neben den ?Klassikern? reifen auch Weine von neuen Rebsorten in ihren Kellern. Immer mehr wird mit neuen Ausbaumethoden experimentiert. Barrique-ausgebaute Portugieser, Spätburgunder und Dornfelder sind Beispiele. Der Rotweinanteil beträgt 15 Prozent.

Spitzenerzeuger u.a.: Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim, Weingut Gunderloch in Nackenheim, Weingut Freiherr Heyl zu Herrensheim in Nierstein, Weingut St. Antony in Nierstein, Weingut Wittmann in Westhofen.
 
 

Nahe
Das Anbaugebiet ist zwischen Mosel und Rhein gelegen, und reicht von der Mündung der Nahe flussaufwärts bis kurz vor Kirn. Einige Rebflächen sind an den Nebentälern des Guldenbachs, des Gräfenbachs, des Glan und der Alsenz gelegen.Das Klima ist ausgeglichen, mild und frostarm. Teilweise ist es sehr trocken. Die Böden sind äusserst vielfältig: Quarzit- und Schieferböden findet man an der unteren Nahe, Prophyr, Melaphyr und Buntsandstein an der mittleren Nahe.
 

Bei Bad Kreuznach gibt es Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen aus Sandstein, ausserdem Löß- und Lehmböden. Die Nahe zählt mit 4.600 Hektar, 1 Bereich, 7 Großlagen und 312 Einzellagen zu den mittelgrossen Anbaugebieten Deutschlands.

Die Geschmacksnuancen der Weine sind wegen der variierenden Bodenstruktur sehr vielfältig. Die Rieslinge von den Schieferböden in Steillagen zählen zu den besten Deutschlands. Weitere Rebsorten sind Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Scheurebe, Kerner, Bacchus, Ruländer und Faber. Auch guter Spätburgunder wird erzeugt.

Spitzenerzeuger u.a.: Weingut Hermann Dönnhoff in Oberhausen, Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen, Schlossgut Diel in Burg Layen, Weingut Göttelmann in Münster-Sarmsheim, Weingut Oskar Mathern in Niederhausen, Weingut Bürgermeister Willi Schweinhardt Nachf. in Langenlonsheim.

 
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