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Qualitäten
Qualitäts- und Prädikatsstufen
deutscher Weine |
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Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge:
| a) |
Kabinett:
Feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem
Alkoholgehalt.
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| b) |
Spätlese:
Reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die frühestens
sieben Tage nach Beginn der allgemeinen Weinlese geerntet
werden. |
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| c) |
Auslese:
Edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beeren werden oft
ausgesondert. Manchmal mit Anteilen von Edelfäule.
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| d) |
Beerenauslese:
Volle, fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren
sind bereits Raritäten, da oft der Botrytispilz (Edelfäule)
mit zur Qualität beiträgt. Solche Weine können
nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden. Beerenauslesen
sind meist über Jahrzehnte lagerfähig. |
| e) |
Trockenbeerenauslese:
Aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die
Trockenbeerenauslese die Krone der Qualitätspyramide.
Oft mit fantastischer Konzentration von Säure, Süsse,
Aromen und übrigem Extrakt. Sie ist von extremer Alterungsfähigkeit
über viele Jahrzehnte. |
| f) |
Eiswein:
Eine Spezialität aus Trauben, bei denen das Mindestmostgewicht
der Beerenauslese erreicht wurde und die in gefrorenem Zustand
(unter minus 7 Grad Celsius) gelesen und gefroren gekeltert
(gepresst) werden. So funktioniert es: Gefroren in den Beeren
ist fast nur das Wasser, nicht der Extrakt (Zucker, Säuren,
Aromastoffe, Mineralstoffe, etc.). Beim Pressen wird das gefrorene
Wasser vom extraktreichen Most getrennt; es bleibt als Eis
zusammen mit Schalen und Kernen in der Presse zurück.
Der Pressmost ist hoch konzentriert. |
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Geschmacksrichtungen bei deutschem Wein
Man unterscheidet nach dem deutschen Weinrecht vier Geschmacksrichtungen,
die den Süßegrad des Weines ausdrücken:
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1.
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Trocken
ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig
durchgegoren sind, das heisst für Weine mit einem Restzuckergehalt
(natürliche Restsüße, die nach der Gärung
übriggeblieben ist) bis höchstens 4 Gramm im Liter.
Der Gesetzgeber erlaubt einen Restzuckergehalt bis 9 Gramm,
wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt
höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt
(Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein
trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält
eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man
bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher. |
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2.
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Halbtrocken
sind Weine, die bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen,
bzw.bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt
nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure +
10 bis zur Höchstgrenze 18).
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3.
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Lieblich
sind Weine, die einen Restzuckergehalt aufweisen, der die
für
halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens
45 g/l erreicht. |
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4.
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Süss
- diese Angabe ist ab 45 g/l Restzucker zulässig. |
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