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Brouilly
Der Brouilly ist der südlichste unter
den Crus und mit 1.280 Hektar Anbaufläche in den Gemeinden Odénas,
Cercié, St.-Lager, Quincié, St.-Etienne-la-Varenne und Charentay
der größte. Die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei 73.000
Hektoliter, mehr als 9 Millionen Flaschen. Der Boden besteht aus
Granit und Schwemmsand.
Ein Brouilly sollte im zweiten Jahr
nach der Ernte getrunken werden. Dann ist er zart und fruchtig,
mit einem Bukett, das an Pflaumen und rote Früchte erinnert. Manchmal
ist eine leicht mineralische Note zu spüren.
Côte
de Brouilly
Im Herzen der Appellation Brouilly
gedeiht der Côte de Brouilly auf 306 Hektar Anbaufläche. Sie zieht
sich die Hänge des Mont Brouilly, dem Kegel eines erloschenen Vulkans,
entlang. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Andesitgranit, einer
Mischung von Granit und Schiefer.
Dieser rassige Wein von purpurroter
Farbe duftet nach frischen Trauben und Iris. Um seine volle Eleganz
entfalten zu können, muss er eine Weile reifen. Die Rebfläche ergibt
jährlich circa 17.500 Hektoliter Wein.
Regnié
Im Jahr 1988 wurde der Regnié in
die Riege der Crus du Beaujolais aufgenommen und ist damit das jüngste
Mitglied dieser Familie. Die Weine wachsen auf 620 Hektar Granitverwitterungsböden
in den Gemeinden Regnié und Durette zwischen den Appellationen Chiroubles,
Morgon und Brouilly.
Die Weine sind geschmeidig, gut gebaut
und von kirschroter Farbe mit violetten Reflexen. Zwei Jahre nach
der Ernte gelangen sie zu voller Reife.
Chiroubles
Die 365 Hektar Rebfläche befinden
sich auf den sanft geneigten Hängen rund um das gleichnamige Dorf.
Der Boden ist von Granit und Prophyr bestimmt.
Ein typischer Chiroubles duftet dezent
nach Blumen: Veilchen, Maiglöckchen und Pfingstrosen. Trinken sollte
man ihn in seinem zweiten Jahr.
Morgon
Er gilt als der kraftvollste unter
den Crus du Beaujolais. Der beste kommt von den Hanglagen mit Granitverwitterungs-
und Schieferböden. Auf 1.100 Hektar werden im Jahr durchschnittlich
62.000 bis 63.000 Hektoliter Morgon erzeugt.
Der Morgon ist ein atypischer Beaujolais.
Er ist besonders dafür geeignet, einige Jahre zu reifen. Bei ihm
gibt es das Phänomen des "Morgonnisierens": In fortgeschrittenem
Alter verliert der Wein seinen typischen Gamay-Charakter und wird
einem Burgunder, der aus der Pinot Noir-Traube gewonnen wird, ähnlich.
Fleurie
Er ist der eleganteste unter den
Weinen des Beaujolais. Die 825 Hektar Reben der Appellation stehen
alle auf dem Gebiet der gleichnamigen Gemeinde. Der Boden: Granitschutt
mit hohem Mangangehalt. Die Jahresproduktion beträgt durchschnittlich
47.000 Hektoliter.
Im Bukett des Weins erkennt man Veilchen,
Rosen und Schwertlilien. Im Mund entfaltet er sich fein und rassig.
Der Fleurie zählt zu den teuersten Beaujolais.
Moulin-à-Vent
Der König der Crus aus dem Beaujolais
ist nach einer alten Windmühle inmitten der Weinberge benannt. Der
Moulin-à-Vent gilt als der Beaujolais mit der längsten Lagerfähigkeit.
Mit dem Älterwerden nimmt er einen Charakter an, der einem Burgunder
zum Verwechseln ähnlich ist. Er ist rubinrot und samtig, hat einen
hinreißenden Rosenduft und ein delikates Himbeeraroma.
Moulin-à-Vent war der erste offiziell
anerkannte Cru. Sein Gebiet wurde bereits im Jahre 1924 genau festgelegt,
zwölf Jahre vor der Einführung der Apellation Contrôlée. Die 650
Hektar der Apellation liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Chénas
und Romanèche-Thorins; die Granitböden sind reich an Mangan. Die
Jahresproduktion beträgt circa 35.000 Hektoliter.
Chénas
Die Eigenschaften des Chénas kommen
denen des Moulin-à-Vent sehr nahe, dessen Anbauflächen ja tatsächlich
zum Teil auf dem Gebiet der Gemeinde Chénas liegen. Mit 280 Hektar
ist er das kleinste Cru. Die Appellation Chénas verteilt sich auf
die gleichnamige Gemeinde und auf den Nachbarort La-Chapelle-de-Guinchay.
Jährlich werden etwa 15.000 Hektoliter erzeugt.
Der Chénas ist ein Wein für Kenner:
körperreich, kräftig und würzig und wie sein berühmter Nachbar gut
lagerfähig. Das Preisgefüge ist oft günstiger.
Juliénas
Der Juliénas ist ähnlich kräftig
strukturiert wie der Chénas oder der Moulin-à-Vent. Der Wein bewahrt
lange die Fruchtigkeit seiner Jugend. Im Strauß seiner Düfte sind
Erdbeeren und Johannisbeeren auszumachen. Seinen besten Reifezustand
erreicht der Juliénas nach drei bis vier Jahren.
Die Weinberge dieser Appellation
verteilen sich auf die Gemeinden Juliénas, Jullié, Emeringe und
Pruzilly und umfassen eine Fläche von 600 Hektar. Die Jahresproduktion
beträgt durchschnittlich 35.000 Hektoliter.
Saint-Amour
Der Saint-Amour ist der Wein zum
Valentinstag und der Wein der Liebenden. Viele Beaujolais-Freunde
haben sich nicht nur in den charmanten Namen verliebt, sondern auch
in den Wein. Für manche Kenner ist der Saint-Amour der Archetyp
eines Beaujolais: unprätentiös und angenehm zu trinken. Diese günstige
Ausrichtung und die mit Schiefer durchsetzten Granitböden sorgen
für fruchtige, elegante Weine.
Die Reben des nördlichsten Crus des
Beaujolais stehen auf 310 Hektar der östlich und südöstlich orientierten
Hanglagen des Mont Bessay. Die Jahresproduktion erreicht durchschnittlich
17.500 Hektoliter.
Es gibt sehr viele empfehlenswerte
Erzeuger im Beaujolais. U. a. sind zu nennen: Château du Bluizard,
Château de la Chaise, Domaine de la Fully, Alain Michaud, Cave Coopérative
de Bel-Air, Emile Robin, Alain Pasot, Cave Coopérative Vinicole,
M. Darroze, Jean-Marc Desprès, Château de Fleurie, Maurice Bruone,
Georges Rollet, Dominique Piron, Paul Spay, Patissier.
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