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Die verbreitete Erziehungsform ist die Gobelet-Erziehung. Sie wird
in der Neuen Welt auch Buschwein-Erziehung genannt. Die Gobelet-Erziehung
kommt ohne Unterstützungsvorrichtung aus. Sie sorgt für natürlich-niedrige
Erträge, die zur Qualitätsweinerzeugung nötig sind. Die so gezogenen
Reben wachsen auf einem mit ovalen Kieselsteinen bedeckten Boden,
der besonders reich an Mineralstoffen ist.
Während in den anderen Regionen die
Verwendung von höchstens vier Rebsorten erlaubt ist, baut man hier
traditionell ein rundes Dutzend unterschiedlicher Sorten an. Ob
die größere Vielfalt an Rebsorten zur Komplexität der Weine beiträgt,
bleibt dahingestellt. Die Rebsorte Grenache jedenfalls ist Grundlage
des Weines und macht bis zu 80 Prozent des Verschnitts aus. Cinsaut,
Mourvèdre, Syrah und die weißen Sorten Picpoul und Clairette sind
weitere Verschnittpartner für Rotwein. Allerdings ist der Trend
aus weißen Sorten Rotwein zu erzeugen rückläufig.
Die besten Weine dieser Appellation,
die Vins de garde, sind erst nach etwa fünf Jahren trinkreif und
entfalten sich über mindestens weitere fünf Jahre. Typisch für sie
ist ihr oft undefinierbares Bukett, ihre Wärme und ihr an geröstete
Kastanien erinnerndes Aroma. Alte Jahrgänge großer Weine zeigen
große Finesse und eine reife, exquisite Süße.
Empfehlenswerte Erzeuger sind
u. a.: Père Anselme, Château de Beaucastel, Domaine de Beaurenard,
Caves Bessac, Domaine Chante Cigale, Domaine Font de Michelle, Château
Fortia, Château de la Gardine, Domaine de la Janesse, Domaine de
Mont-Redon, Domaine de la Nerthe, Clos des Papes, Château Rayas,
Domaine de la Solitude, Domaine du Vieux Télégraphe, Cellier des
Princes.
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