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SCHAUMWEIN
Die Schaumweinherstellung
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DAS PRINZIP DER
TRADITIONELLEN FLASCHENGÄRUNG, DER METHODE CHAMPENOISE
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- Abfüllung auf Flaschen
- Flaschengärung
- Rüttelprozess von Hand
- Flaschenumlagerung im Rüttelpult,
Endstellung fast senkrecht
- Eintauchen des Flaschenhalses
in Kältesole
- Enthefung: Eingefrorenes Hefedepot
wird entfernt
- Verschluss
- Perlage
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Schema der Flaschengärung

© Deutsches Weininstitut
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Schritte der Traditionellen Flaschengärung
- In einer Flasche befindet sich
ein fertiger Wein, ein Grundwein. Ihm wird zunächst der sogenannte
Fülldosage zugesetzt. Der Fülldosage ist eine Lösung aus Wein,
Zucker und Hefe.
- Die Flasche wird verschlossen.
- Die zweite Gärung beginnt: Die
zugesetzte Hefe vergärt den zugesetzten Zucker. Die natürliche
Kohlensäure, die dabei entsteht, kann nicht aus der Flasche entweichen
und bleibt im Wein gelöst. Dabei baut sich ein Druck über 3 bar
in der Flasche auf.
- Nach der Gärung bleibt der Schaumweinen
noch einige Monate oder sogar Jahre auf der Hefe liegen. Dadurch
bekommt er seinen unverwechselbaren Charakter. Solange der Schaumwein
auf der Hefe liegt, bleibt er relativ stabil und verdirbt nicht.
- Die einzelnen Flaschen werden
dann gerüttelt - entweder maschinell oder von Hand. Diesen Vorgang
nennt man Rémuage. Die Flaschen werden, einem speziellen Plan
folgend, im Rüttelpult täglich etwas gedreht und immer steiler
aufgerichtet. Dieses Verfahren, Pupitre genannt, erfolgt solange,
bis die Hefe sich als Depot im Flaschenhals wie ein Pfropfen abgesetzt
hat.
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- Anschließend entfernt man die
Hefe, ohne dass der Sekt die Flasche verlässt. Diesen Vorgang
nennt man Degorgieren. Zumeist gefriert man dazu den Hefepfropfen,
indem man die Flasche kurz kopfüber in ein Gefrierbad hängt. Beim
anschließenden Öffnen wird der Hefepfropfen durch den erhöhten
Druck in der Flasche herausgeschleudert - der Schaumwein ist klar
und muss nicht mehr filtriert werden. Mit dem Degorgieren beschleunigt
sich die Reife des Schaumweins und der Alterungsprozess beginnt.
Deshalb sollte Sekt, je nach Art, im ersten bis dritten Jahr nach
dem Degorgieren getrunken werden.
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Rüttelpulte in einem Keller in der Champagne, © Taittinger, Reims
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- Bevor die Flasche wieder verschlossen
wird, wird der fehlende Schaumwein ersetzt. Dabei gibt man den
sogenannten Versanddosage zu. Er besteht aus Most, Wein, Zucker
oder einer Mischung daraus. Manche Erzeuger verwenden auch ein
spezielles Weindestillat. In Frankreich wird es "Esprit de Cognac"
genannt.
- Erst bei normalem Druck geht das
Kohlendioxid wieder in gasförmigen Zustand über: Wenn der Stopfen
knallt, sprudelt es! Das sprudeln wird auch vornehm "Perlage"
genannt.
Neben der Méthode champenoise
unterscheiden wir noch zwei weitere klassische Herstellverfahren
der Schaumweinproduktion. Diese Verfahren, die im folgenden beschrieben
werden, sind weniger arbeitsaufwendig und weniger teuer.
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