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WEINHERSTELLUNG - EINLEITUNG
Wein - So wird
er gemacht
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Wein entsteht so einfach!
Wein ist ein Naturprodukt. Es ist
vergorener Traubensaft, nicht mehr. Im Prinzip muss man kaum etwas
tun, um Wein zu erzeugen:
Die Reben wachsen heran und tragen
süße Trauben.
Presst man den Saft der Trauben aus
und lässt ihn ruhen, entsteht Wein.
Die eigentlichen Weinerzeuger sind
dabei die Hefen. Hefen sind mikroskopisch kleine Einzeller, die
schon auf den Beerenhäuten im Weinberg sitzen. Sie gelangen beim
Zerkleinern oder Pressen der Trauben auch in den süßen Traubensaft.
Dort vermehren sie sich, während sie den Zucker umwandeln und zwar
in Alkohol und Kohlendioxid. Das gasförmige Kohlendioxid entweicht
während der Gärung aus dem Gärbehälter. Der Alkohol - welch Glück
- verbleibt im Wein.
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© Fetzer Vineyards |
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Diesen Vorgang nennt man Gärung. Wein ist also vergorener Traubensaft.
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Etwas komplizierter
Nun, so leicht ist es eben doch nicht.
Guten Wein herzustellen, ist in der Tat etwas komplizierter. Dazu
gehört viel Know-how, eine gute Weinbergslage und auch das nötige
Fingerspitzengefühl des Weinmachers. Wer sich näher mit dem Thema
befasst, dem wird deutlich, wie komplex die Wissenschaft der Weinerzeugung
im Grunde ist. Dies liegt daran, dass sich eine Vielzahl von Faktoren
gegenseitig beeinflussen. Klima, Böden und Rebsorten zum Beispiel
treten in jeweils äußerst vielfältiger Form auf. Im Zusammenspiel
mit der vielseitigen Arbeit des Weinerzeugers in Weinberg und Keller
haben diese Faktoren einen großen Einfluss auf den Charakter des
späteren Weins.
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Hefezellen, © Patrick Johner, Bischoffingen
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Tradition und Technologie
Viele Arbeitsgänge sind notwendig,
bis eine Flasche Wein zum Konsumenten gelangt. Die Entwicklung neuer
Methoden im Anbau und in der Kellertechnik während der letzen Jahrzehnte
war für viele Winzer geradezu überlebensnotwendig. Dank intensiver
Forschung ist es gelungen, die Weinqualität heute im allgemeinen
entscheidend zu verbessern. Und zurecht wird gesagt, dass es nie
zuvor so viel guten Wein gab wie.
Auf der anderen Seite schwören viele
Weinmacher auf eine möglichst einfache Art der Weinerzeugung, bei
der der Wein so wenig wie möglich "behandelt" wird:
- Beispielsweise versucht man in
einigen neuen, aufwendig konzipierten Kellereien möglichst auf
das Pumpen des Weins zu verzichten. Dadurch vermeidet man eine
unnötige Strapazierung des Weins, was sich positiv auf den Geschmack
auswirkt.
- Einige Kellermeister verzichten
auf jegliche Filtration ihrer Weine, um keine Stoffe zu entfernen,
die sich positiv auf den Geschmack des Weines auswirken.
- Auch mit dem starken Einsatz von
Schönungsmitteln kann man unter Umständen zu viel an "Substanz"
aus dem Wein herausnehmen.
Wie sieht nun die Arbeit des Winzers
und Kellermeisters in Weinberg und Keller aus? Im folgenden beschreiben
wir die wesentlichen Schritte.
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