Die einzelnen Lagen
Kirchberg, Eichberg und Henkenberg
Von Vulkanverwitterungsböden stammen die Lagen Oberrotweiler
Kirchberg, Eichberg und Henkenberg. Vor allem die Grauburgunder
sind meiner Meinung nach von herausragender Qualität und begeistern
mich durch ihre opulente, vollmundige Art mit viel Extrakt und
feiner Mineralität.
Aber auch die Spätburgunder sind vorzüglich. Nicht oft
findet man eine so typische saubere Spätburgunderfrucht. Nicht
alle roten werden in den Barriques gelagert, sondern reifen in
größeren Fässern. Somit können die Weine während der Reife atmen,
aber die Aromen des Holzes bleiben geschmacklich im Hintergrund.
Manche Spätburgunder werden mit den Rappen vergoren. Üblicherweise
entfernt man diese, da die in den Stielen enthaltenen Tannine
besonders herb und bitter sind. Im ersten Moment wirken diese
Weine sehr hart und robust, aber nach einiger Zeit im Glas entfalten
sie ihre ganze Frucht und Fülle und zeigen wieder den unverwechselbaren
klaren Salwey - Stil. Auch Winzer aus der Bourgogne entrappen
nur einen Teil ihres Traubengutes. Es gilt die Überzeugung: wenn
die Trauben reif sind, ist auch das Tannin in den Stielen reif.
Da der Pinot Noir/Spätburgunder von Natur aus tanninärmer als
zum Beispiel ein Merlot ist, kommt ihm diese Methode zu gute.
Käsleberg
Eine andere Lage um Oberrotweil ist der Käsleberg. Dort wachsen
die Rebstöcke auf feinem Lössboden. Löss ist eine hellfarbene,
feinkörnige Ansammlung von Sand bzw. Ton- und Silk-Partikeln,
die vom Wind hierher getragen wurden. Diese feine Struktur des
Bodens zeigt sich auch in der zarten, blumigen Art der Weine dieser
Lage. Ihre Eleganz und Finesse bilden ein gutes Gegenstück zu
den gewichtigeren Weinen vom Vulkanverwitterungsboden.