Almaviva - Der große Chilene:
Seine Rebsortenzusammensetzung ist selbst dem französischen
Chef-Önologen unbekannt
Die chilenischen Weine gehören
nicht erst seit kurzem zum Standardsortiment vieler deutscher
Fachhändler und Lebensmittelgeschäfte, aber wie groß ist das
Potential der Weine des Andenstaates, langlebige Weine zu erzeugen?
Seit einigen Jahren setzen sich europäische
Spitzenerzeuger in Chile ehrgeizige Ziele. Eines der erfolgreichsten
und berühmtesten Projekte begann 1996 mit der
Produktion des ersten Jahrganges des "Almaviva". Dabei handelt es
sich um ein Joint-venture zwischen Concha y Toro
und Rothschild.
Der ehemalige Önologe von Chateau
Mouton-Rothschild Pascal Marty scheint mit dem '99er den besten Jahrgang
des prestigiösen chilenischen Rotweines im Keller zu haben. Die Zeitschrift
Weinwisser bewertet eine Fassprobe mit 19 von 20 Punkten.
Damit der Almaviva eine noble französische
Note bekommt, wird er 18 bis 20 Monate in Barriques aus französischer
Eiche gelagert. Die Trauben stammen von 41 ha der besten Weinbergslagen
von Concha y Toro.
Erstaunlicherweise ist die genaue
Rebsortenzusammensetzung selbst Manty unbekannt. Man weiß zwar, welches
die besten Weinberge von Concha y Toro sind, jedoch nicht, welchen
Anteil die verschiedenen Rebsorten einnehmen.
Erst kürzlich wurde von Manty entdeckt,
dass auch Malbec zum Rebsortenspiegel zählt. Den größten Anteil der
bis zu 60 Jahre alten Rebstöcke machen die Sorten Cabernet Sauvignon,
Cabernet Franc und Carmenere aus, von denen letztere die Qualität
des Almaviva maßgeblich präge.