(Fortsetzung)
Winety-Porträt: Weingut Wittmann in Rheinhessen
Lebensfreude in Flaschen.
Tief
unter dem Garten liegt der 160jährige Faßkeller. Das ist Philipp
Wittmanns Reich. Seit zwei Jahren trägt er als Kellermeister
die volle Verantwortung im Weingut. Mit seinen 25 Jahren besitzt
der Weinbauingeneur bereits einen Geisenheimer Abschluss und
kann auf Weinbauerfahrungen in der Pfalz, der Toscana
und in Kalifornien verweisen.
Im
Keller von 1840 reifen die Weine von 1999.
Zusammen mit seinen Eltern bildet er ein Team. Elisabeth Wittmann
leitet den Verkauf, Günter Wittmann ist Chef im Weinberg. Sein Sohn
nennt ihn einen besessenen Qualitätsmacher. "Die Leute glauben
oft nicht, dass wir ökologisch arbeiten, weil unsere Weinberge immer
Top aussehen". Der Sohn profitiert im Keller von der Akribie und Liebe,
mit der sein Vater die Reben pflegt. Weil dadurch hochwertiges Traubengut
entsteht - Stoff für Spitzenweine.
Philipp Wittmann sprüht vor Energie, wenn er von seinen Weinen spricht.
Er nennt sie "meine Babys". Im Keller versucht der Qualitätsfanatiker
durch schonende Methoden und sparsamen Einsatz von Technik die Eigenheiten
der verschiedenen Weinbergslagen bei jeder einzelnen Sorte zu erhalten.
Eine Besonderheit ist, dass die verschiedenen Weinbergslagen aus denen
eine Sorte stammt getrennt reifen. Erst im Februar nach der Lese werden
dann beispielsweise 30 verschiedene Rieslingweine zu Riesling-Cuvées
komponiert. Dieser extreme Aufwand soll die Unterschiede der Böden
und Lagen auch in der Flasche erkennbar werden lassen - Terroir pur.