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Bordeaux 2001 - weniger Volumen, vielversprechende
Qualität
Im Bordeaux ist die erste Weinlese dieses Jahrtausends bei Sonnenschein
und sommerlichen Temperaturen zu Ende gegangen. Das Erntevolumen wird
im Vergleich zum 2000er Jahrgang geringer ausfallen - also deutlich
unter den 6,8 Millionen Hektolitern des vergangenen Jahres liegen.
Grund hierfür sind zum einen die klimatischen Verhältnisse, zum anderen
kontrollieren die Winzer konsequent ihre Erträge. Mit einer genauen
Angabe des Ertragsvolumen kann erst Anfang 2002 gerechnet werden,
wenn die Erntemeldungen aller Gemeinden zusammengetragen und ausgewertet
wurden. Eines steht allerdings jetzt schon fest: der Jahrgang 2001
ist vielleicht weniger homogen als sein Vorgänger, verspricht jedoch
ausgezeichnete Qualität.

Ernte in Pessac Léognon
(Sopexa)
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Klima, Terroir und nicht zuletzt der Mensch
Die Qualität der Erträge hängt zu allererst von der Arbeit im
Weinberg ab. Für die Bordelaiser Winzer stehen dabei drei Dinge
an oberster Stelle: reife Trauben, ihr einwandfreier Gesundheitszustand
und die unverzichtbare Kontrolle der Erträge. Nach der Ernte
beginnt die Arbeit in den Kellereien. Gekonnte Weinbereitung
und die Assemblage vervollkommnen die Qualität des Jahrgangs.
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Die klimatischen Voraussetzungen fielen in diesem Jahr etwas
aus dem Rahmen. Winter und Frühlingsbeginn waren extrem mild und
feucht, die Monate Mai und Juni trocken und sonnig. Juli und August
waren abwechselnd feucht und sommerlich schön. Am 7. September begann
die Lese der weißen Rebsorten, am 20. September fiel der Startschuss
für die roten Trauben. Die Erntebedingungen waren geradezu optimal.
Trockene Weißweine
Die Rebsorten Sauvignon und Sémillon wiesen zum Zeitpunkt der
Ernte ein hohes Potenzial auf (Erntebeginn der Sauvignon am 7. September,
der Sémillon am 13.). Die Sauvignon-Traube ist süß, sehr lebendig
und aromatisch mit einer guten Säure, die Sémillon-Traube entwickelt
eine Vielzahl von Aromen. Die daraus erzeugten Weine sind fruchtig,
ölig, gehaltvoll und schön ausgewogen. Der 2001er verspricht ein
sehr guter Jahrgang zu werden, ganz und gar klassisch.
Rotweine
Von den roten Rebsorten wurde als erstes die Merlot-Traube gelesen
(Erntebeginn am 20. September). Sie ist sehr farbintensiv mit einem
hohen Zuckergehalt und einem höherem Säuregehalt als im vergangenen
Jahr. Erste Degustationen versprachen viel Frucht und Finesse. Die
Cabernet Sauvignon-Traube, die ab dem 1. Oktober unter einer strahlenden
Herbstsonne gelesen wurde, weist eine reiche, volle Struktur und
eine gute Tanninkonzentration auf. Finesse und Eleganz dieser Rebsorte
kommen im 2001er Jahrgang hervorragend zum Ausdruck.
Die edelsüßen Weißweine
Die Lese begann Ende September (offizieller Erntebeginn war am
24. September). Erwartet wird eine ganz außergewöhnliche Qualität.
Die vielbeschworene Botrytis trat schnell und einheitlich auf und
sorgte für eine zügige Ernte. Das Herbstklima (Sonne, Ostwind und
in der Nacht leicht feucht) war ideal für die Lese der süßen Trauben.
Mit hohem Zuckergehalt und viel Aroma versprechen sie besonders
gehaltvolle Weine.
Die klimatischen Voraussetzungen für
die Lese 2001
August: Die bei einigen roten und weißen Rebsorten (für
trockene Weißweine) einsetzende Botrytis konnte dank äußerst günstiger
Wetterbedingungen wirksam bekämpft werden. Einige Temperaturrekorde:
8 Tage mit über 25° C und 8 Tage mit über 30° C.
Der September war ein frischer Monat mit ausreichend Sonne
(186 Stunden Sonneneinstrahlung, normaler Durchschnittswert in diesem
Monat 207 Stunden). Die Durchschnittstemperatur lag mit 16,7° C
um 1,3° C unter dem üblichen Durchschnitt, es gab nur wenig Niederschläge.
Diese Voraussetzungen begünstigten eine langsame Reifung der Trauben,
was vor allem den trockenen Weißweinen zugute kommen wird.
Der Oktober war ein Genuss für die roten Rebsorten. Mit
sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein bescherte
er den Winzern optimale Erntebedingungen und ungetrübte Zuversicht
für den neuen Jahrgang.
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