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Valdepeñas - Die Wurzeln der aufstrebenden
Weinregion
Autorin: Dagmar Ehrlich
Valdepeñas ist Mitte des 13. Jahrhunderts
aus mehreren kleinen Dörfern im Valle de las Peñas, dem Tal der
Felsen entstanden. Heute ist es eins von fünf D.O. Gebieten der
riesigen Castilla-La Mancha in Zentralspanien und bildet den Südzipfel
der La Mancha, Don Quijotes Heimat und der welt größten Weinbauregion.
Die lange Weinbaugeschichte von Valdepeñas beginnt mit
den Römern. Sie pflanzten in auf den sanfthügeligen Weinbergen die
ersten Rebstöcke. Doch der erste Aufschwung kam viel später, nach
der Reconquista, der Rückeroberung aller maurisch besetzten Gebiete
in weiten Teilen Spanien, wozu auch das Valdepeñas gehörte.
Hier kämpften die Ritterorden von Calatrava und Santiago mit Erfolg
gegen die Mauren.

Tinaja - Ein historisches Gährgefäß
in Valdepeñas |
Große
Teile gingen anschließend in den Besitz des Calatravaordens
über, die sich als große Förderer in der sanfthügeligen Region
an der Grenze zu Andalusien verdient machten. Ihnen verdankt
die Region die aus dem Burgund stammende rote Cencibeltraube,
besser unter dem Synonym Tempranillo bekannt. Nachdem die Mauren
endgültig vertrieben und König Philipp der II. 1561 Madrid zur
Hauptstadt auserkoren hatte, gewann der strategische Stützpunkt
Valdepeñas nicht auch als Handelsplatz an Bedeutung. Vor allem
mochte man bei Hofe die Rotweine. |
Die Nähe zu Madrid verschaffte der aufstrebenden Weinregion einen
weiteren Vorteil. Eine Kutschfahrt dauerte nur zwei Tagesreisen.
Außerdem verlief auch noch die königliche Straße von Córdoba
und Granada durch Valdepénas, brachte Geld und anspruchsvolle
Reisende ins Land. Während ihrer Rast wollten die reichen Höflinge
und kirchlichen Würdenträger gut bedient werde und nur gute Weine
trinken. Mit dem Bau der Eisenbahn im Jahr 1861 schrumpfte die Reisezeit
dann nur noch auf wenige Stunden.
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