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Valdepeñas - Die Wurzeln der aufstrebenden Weinregion (Fortsetzung)
Die besten Weine der Region sind also rot und werden als crianzas,
reservas und auch gran reservas verkauft. Entweder stammen sie
aus der nördlichen Zone mit dem Namen Los Llanos, die Ebene oder der
nördlichen Las Alberturas, die Bergpässe, wo sie unter südlicher Sonne
mit trocken-heißen Kontinentalklima heranreifen. Im Sommer steigt
die Temperatur oft über 40 Grad Celsius. Im Durchschnitt fallen im
Frühjahr und Spätherbst 350 bis 400 mm Regen, oftmals als Wolkenbrüche,
die der Boden nicht so schnell aufnehmen kann. Die Rotweine verfügen
über einen anschmiegsamen, dennoch frischen Charakter mit höherer
Säure.

Kleine Fässer aus amerikanischer Eiche, sogenannte Barriques |
Der Ausbau in amerikanischen Eichenfässern brachte
auch im Valdepeñas niveauvollere Weine hervor, die vor
allem und mit wachsendem Erfolg in den Export gehen. Überhaupt
erlebt die etwa 30 000 Hektar große Region fast wieder einen
Boom. Wie in alten Zeiten, aber jetzt nicht mehr mit offenen
Weinen, sondern mit guten bis sehr guten Flaschenweinen. Nachdem
private Kellereien und Genossenschaften in den vergangenen zehn
Jahren viele hundert Millionen Peseten in die Modernisierung
und Aufbau ihrer Betriebe gesteckt haben und damit das Qualitätsniveau
ihrer Flaschenweine deutlich verbesserten. |
Den heutigen Erfolg haben sie sich also verdient. Und sie sind, anders
als viele reputierte Weine Spaniens preislich auf dem Teppich geblieben.
Autorin: Dagmar Ehrlich
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