Fortsetzung:...Naturgegebene Voraussetzungen für den Weinbau in Österreich
Die Böden
Der Boden prägt den Wein - in Österreich wie in anderen Weinbauländern.
Er hat ein Mitbestimmungsrecht beim Charakter und der Qualität.
Man kennt dabei zwei Extreme: die luftig-leichten und die schwer-dichten
Böden.
Eine Erwärmung der Böden ist für einige der relativ kontinental
und nördlich liegenden Weingärten Österreichs von großer Wichtigkeit.
Sandige,
leichte Böden wie Löß erwärmen sich sehr rasch und können bei
ausreichender Wasserversorgung zu Spitzenqualitäten beim Wein
beitragen.
Schwere, tonreiche Böden besitzen ein gutes Wasserspeichervermögen
und neigen daher leicht zu stauender Nässe.
Meist
bringen die schweren Böden höhere Erträge. Sie liefern zum Teil aber
auch extraktreiche, kräftige Weine. Dagegen sind sandige, leichte
Böden (auch mit dem sogenannten Urgestein) eine Voraussetzung für
schlanke, u. U. aber hoch elegante und fruchtige Weine.
In Österreichs Weinbergen gibt es eine Vielfalt unterschiedlichster
Böden:
Im
Weinviertel dominiert beispielsweise Löß, ebenso im Donautal.
Bei
Krems und Langenlois sowie in der Wachau herrscht Urgestein
vor
In
der Thermenregion findet man Kalkböden.
Höchst
unterschiedlich sind die Bodenarten im Burgenland: Die Palette
reicht vom Schiefer (beim Leithagebirge) über Lehm,
Mergel, Löß bis zum reinem Sandboden.
Braunerde
und Vulkanböden (bei Klöch) herrschen in der Steiermark
vor. Mehr zu den Böden der einzelnen Regionen in der Rubrik Anbaugebiete.