Zu Beginn der 70er Jahre
wurde in Südafrika ein kontrolliertes Herkunftssystem,
"Designation of Origin" eingeführt. Die geographischen
Grenzen jeder Produktionseinheit bzw. Herkunft sind gesetzlich
festgelegt.
Am 16. Juni 1972 wurden
die ersten kontrollierten Herkunftsbezeichnungen gesetzlich anerkannt.
Seit diesem Zeitpunkt wurde diese Liste erweitert und verbessert.
Mit der Einführung des Siegels "Wine of Origin" 1973
wurde die südafrikanische Weinerzeugung an den internationalen
Qualitätsstandard angepasst. Das Qualitätssiegel ist eine
Echtheitsgarantie südafrikanischer Weine für Traubensorte,
Jahrgang und Herkunft. Es beinhaltet Kontroll- und Identifikationsnummer.
Weine mit Ursprungsbezeichnung haben
eine strenge sensorische und analytische Prüfung durch das "Wine
and Spirit Board" hinter sich und tragen ein Prüfsiegel.
Ist ein Wein mit Jahrgang oder Rebsorte ausgezeichnet, wird dem Konsumenten
garantiert, dass der Werdegang des Weines durch das Wine and Spirit
Board kontrolliert wurde und die Angaben korrekt sind. So lässt
sich Qualität vom Anbau über das Erntedatum bis zur Abfüllung
lückenlos dokumentieren.
Vier wichtige Begriffe des südafrikanischen
Bezeichnungsrechts:
Estate: Eins von zur Zeit
ca. 70 Weingütern, deren Trauben zur
Weinproduktion mindestens zu 55% vom eigenen Gut stammen müssen.
Origin: 100 % der Weine stammen
aus den angegebenen Region, District oder Ward Bezirk
Vintage: Bei Exportweinen
stammen mindestens 75% der Trauben aus dem
entsprechenden Jahrgang
Cultivar / Variaty: Bei Exportweinen
sind mindestens 85% der Rebsorte
verwendet. Die Weine haben einen entsprechenden Sortencharakter