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Daraus wurde bald mehr: 21 Missionsstationen gründete Junipero Serra
auf seinem Weg nach Norden und bei jeder Station pflanzte er Weintrauben
an. Die Rebsorte, die man verwendete, kam von den Mönchen aus Mexiko
und hieß Missions-Traube.
Goldfieber
Das Goldfieber Mitte des 19. Jahrhunderts
veränderte den nördlichen Teil Kaliforniens endgültig. Viele Immigranten
aus Frankreich, Italien, Deutschland, England und anderen Ländern
wurden angelockt und besiedelten das Land. Nur wenige brachten es
zu Reichtum. Einige der Immigranten brachten auch weinbauliches
Fachwissen mit nach Kalifornien und weil sich das Land für den Weinbau
eignete, begannen sie mit der Herstellung von Wein.
Zwischen 1860 und 1880 ließen sich
viele neue Weingüter in dem Gebiet nieder. Dass nicht nur die Menge,
sondern auch die Qualität kalifornischer Weine in dieser Periode
zunahm, wird im allgemeinen dem Grafen Agoston Haraszthy zugeschrieben.
Während seiner Reisen nach Europa brachte der ungarische Edelmann
viele Setzlinge von Weinstöcken mit nach Kalifornien zurück.
Unter anderem durch die Fertigstellung
der Transkontinentalen Bahnlinie 1869 waren die kalifornischen Weine
schnell im Osten Amerikas und später auch in vielen europäischen
Ländern verbreitet. Um 1880 gründete die kalifornische Universität
ein großes Forschungszentrum in Berkeley, sowie viele über den Staat
verstreute experimentelle Weingärten. Diese Entwicklung führte zu
der Weinbau- und Oenologieabteilung an der Universität von Kalifornien
in Davis, der heute weltweit größte Beachtung zukommt.
1890 produzierte die Industrie ganze
1 Million Hektoliter Wein pro Jahr. Es wurden daraufhin zunehmend
Weinstöcke aus Europa importiert, um die steigende Zahl der Weingärten
mit Pflanzmaterial versorgen zu können. Die Weltausstellung 1889
in Paris bedeutete einen internationalen Durchbruch für kalifornischen
Wein. Fast die Hälfte aller teilnehmenden kalifornischen Weine gewann
eine Goldmedaille.
Amerikanische Unterlagen und die
Reblaus
Während dieser Zeit der Expansion
des Weinbaus tauchte jedoch auch die gefürchtete Blattreblaus in
den kalifornischen Weingärten auf. Am Ende des Jahrhunderts hatte
der Schädling einen großen Teil der Rebfläche vernichtet. Beim Wiederaufbau
ersetzte man alte, weniger wertvolle Rebsorten durch Vitis Vinifera-Sorten,
die weitgehend tolerant gegen die Blattreblaus waren.
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